EU-Einigung bei geplantem Öko-Label für Energieeffizienz
Brüssel - In den EU-Verhandlungen zum geplanten "Öko-Label" für energieeffiziente Geräte haben sich Unterhändler des Europaparlaments, der Europäischen Kommission sowie der Mitgliedstaaten auf einen Kompromiss geeinigt. Demnach sollen Hausgeräte wie Fernseher, Waschmaschinen oder Kühlschränke auch weiterhin mit einer Skala von A bis G klassifiziert werden. Für besonders sparsame Geräte sollen aber nun auch die Klassen "A+", "A++" und "A+++" möglich sein. Zuvor waren mehr Plus-Zeichen im Gespräch gewesen. Hier gegen hatten besonders Grüne und Umweltschützer heftig protestiert.
Die jetzt gefundene Einigung sei ein "kluger Kompromiss", sagte der Vorsitzende des Industrieausschusses im Europaparlament, der CDU-Europaabgeordnete Herbert Reul, am Dienstag in Brüssel.
Die Effizienz-Klassifizierungen sollen auch in die Werbung aufgenommen werden können. Nicht durchsetzen konnte sich das Europaparlament mit seiner Forderung, im öffentlichen Beschaffungswesen bestimmte Effizienzstandards vorzuschreiben. Die formale Verabschiedung im Ministerrat und im Europaparlament soll noch in diesem Jahr gelingen. Aufgrund des neuen EU-Grundlagenvertrags ("Lissabon"), der am 1. Dezember in Kraft treten soll, könnte es aber noch rechtliche Schwierigkeiten geben.
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