EU: Auch für Gasprom gelten Wettbewerbsregeln
dpa
Brüssel/Wien (dpa) - Auch der russische Energiekonzern Gasprom muss sich bei einer Expansion nach Europa an die EU-Wettbewerbsregeln halten. Angesichts der jüngsten Drohungen des russischen Unternehmens, seine Lieferungen jederzeit drosseln zu können, schrieben EU-Energiekommissar Andris Piebalgs und der EU-Ratsvorsitzende, Österreichs Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, am Dienstag einen entsprechenden Brief an die Regierung in Moskau. Russland hatte die Mitglieder der EU gewarnt, Gasprom bei möglichen Zukäufen zu diskriminieren.
"Die Regeln, die für Gasprom gelten, werden sich überhaupt nicht von denen für andere Unternehmen unterscheiden", schrieben Piebalgs und Bartenstein. Natürlich werde die Vormachtstellung des Unternehmens als Gaslieferant für Europa bei den Fällen berücksichtigt, für die die europäischen Wettbewerbshüter zuständig seien. "Aber es ist ganz klar: es gibt keine Diskriminierung."
Piebalgs und Bartenstein versicherten der Regierung in Moskau, dass die EU Gasprom als verlässlichen Partner schätze. Angesichts der langfristigen Verträge und damit verbundenen massiven Investitionen sei es wünschenswert, die Zusammenarbeit noch zu vertiefen.
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