Erstes Kompetenzzentrum für Erdwärme - Experte sieht grosse Reserven
Die Nutzung der Erdwärme sei vor allem in Wohnsiedlungen interessant. In Heizwerken werde Energie aus den warmen Quellen für Heizzwecke ins Fernwärmenetz geleitet. Zudem werde über Turbinen Strom gewonnen, dessen Einspeisung ins Netz vergütet werde.
Mecklenburg-Vorpommern habe bei Nutzung der Erdwärme eine Vorreiterrolle. In Waren/Müritz arbeitet das älteste deutsche Geothermie-Heizwerk, in Neustadt-Glewe (Kreis Ludwigslust) das bundesweit modernste geothermische Kraftwerk. In Neubrandenburg betreiben die Stadtwerke einen geothermischen Speicher in 1000 Metern Tiefe. Dort wird in Verbindung mit einem Gas- und Dampfkraftwerk das im Sommer nicht zum Heizen benötigte heisse Wasser in die Tiefe gepumpt. Das etwa 80 Grad warme Wasser kann laut Seibt bei Bedarf ohne grossen Wärmeverlust wieder eingesetzt werden.
Die Palette der geothermischen Nutzungsmöglichkeiten reicht bis zur Gesundheitswirtschaft. So würden Badesalz und Naturkosmetika aus der in Waren geförderten Thermalsole gewonnen. "Wir wollen künftig über einen eigenen Verein, der das Zentrum betreibt, einen kompletten Überblick über die Geologie, das technisch Mögliche und die Wasseraufbereitung anbieten, kündigte Seibt an.
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