Ermittlungen gegen Verantwortliche für Beinahe-Pleite der SW Cottbus

dpa, Verivox
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Cottbus (dpa) - Die Cottbuser Staatsanwaltschaft hat mit Ermittlungen gegen Verantwortliche für die Beinahe-Pleite der Stadtwerke Cottbus begonnen. Es müsse zunächst geklärt werden, ob es einen Anfangsverdacht zum Fördermittelbetrug sowie zur Untreue und Insolvenzverschleppung gibt, sagte ein Sprecher am Dienstag. Anlass war eine Anzeige der Stadtverordneten gegen den damaligen Geschäftsführer und den Aufsichtsrat der Stadtwerke. Der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung zur Untersuchung des Finanzdebakels der Stadtwerke hatte am vergangenen Mittwoch nach eineinhalbjähriger Arbeit einen 74-seitigen Bericht vorgelegt.

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Als Hauptgründe für das Debakel der Stadtwerke GmbH, die 2005 kurz vor der Insolvenz stand, nennt der Bericht Managementfehler und das störanfällige und wenig erprobte Heizkraftwerk auf Basis von Braunkohlenstaub. Das Management habe falsche Angaben unter anderem zu Jahresabschlüssen des kommunalen Unternehmens gemacht. Dadurch seien negative Betriebsergebnisse jahrelang verschleiert worden.

Wie die rbb-Hörfunkwelle "Antenne Brandenburg" berichtete, hat der 2005 fristlos entlassene Geschäftsführer der Stadtwerke, Eberhard Walter, geäußert, er sei sich keiner Schuld bewusst. Walter überlege, ob er seine Funktion als Präsident des Unternehmerverbandes Brandenburg während der Ermittlungen ruhen lasse.



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