Ermittler: Interne Untersuchung bei Spitzelaffäre unvollständig
Düsseldorf - Einem Bericht im "Handelsblatt" zufolge kritisieren die Ermittler in der Spitzelaffäre der Deutschen Telekom
Die Ermittler der Staatsanwaltschaft wunderten sich außerdem, dass es auch nach Bekanntwerden der Bespitzelung im Sommer 2007 keine personellen Konsequenzen gegeben habe. Die Telekom betonte gegenüber dem "Handelsblatt", die Bestrafung des mit der Bespitzelung beauftragten Mitarbeiters der Konzernsicherheit sei nach den damaligen Erkenntnissen nicht milde gewesen. Für Sanktionen wie eine Entfernung aus dem Beamtentum hätten die damaligen Erkenntnisse nicht ausgereicht. Es sei nicht nachgeforscht worden, wessen Telefonate illegal überprüft worden sind, weil die Telekom dazu das Fernmeldegeheimnis erneut hätte brechen müssen.
Dem Bericht zufolge deutet ein weiterer Vermerk in den Akten darauf hin, dass der damalige Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel Druck gemacht haben soll, den Spitzelfall zu vertuschen. Die Telekom hatte zuletzt eine Million Euro Schadenersatz von Zumwinkel gefordert. Zur Begründung hieß es, es gehe um Pflichtverletzungen in der Zeit Zumwinkels als Chef des Aufsichtsrates im Zusammenhang mit der Spitzelaffäre.
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