Erfassung von Bewegungsdaten wird scharf kritisiert
Hamburg – Nachdem Apple neue Richtlinien zur Erfassung von Bewegungsdaten verfasst hat, erntet der iPhone-Hersteller scharfe Kritik. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sagte im „Spiegel“, Apple müsse für mehr Transparenz beim Datenschutz sorgen.
Die Ministerin fordert, dass der US-Konzern darlegt, in welcher Art und Weise die Daten erfasst, gespeichert und verwendet werden. „Ich erwarte, dass Apple deutschen Datenschützern Einblick in die internen Datenbanken gewährt“, so die FDP-Politikerin.
Der Professor für Informations- Telekommunikations- und Medienrecht kritisiert laut einem Bericht des Magazins „Spiegel“, dass die Nutzer sich nicht darüber im Klaren sind, „was wie lange in Verbindung mit welchen anderen Informationen gespeichert wird und wie sie widersprechen können“.
Hamburgs Justizsenator Till Steffen (Grüne) sagte, die unscharfen datenschutzrechtlichen Regeln der Anbieter verdeutlichen, "dass das Datenschutzrecht den Internettechnologien hinterherhinkt“.
Joachim Gauck, der rot-grüne Präsidentschaftskandidat, fordert laut dem „Hamburger Abendblatt“ eine Einschränkung der Speicherung persönlicher Daten. „Ich denke, dass der Staat hier in einer Schutzfunktion gefordert ist.“
Apple hatte kürzlich neue Richtlinien veröffentlich, die es dem US-Konzern erlauben, in Echtzeit anonymisierte Daten zur Standortbestimmung zu erheben.
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