E.ON will sich von Endkundengeschäft in den USA trennen
- Verkauf des E.ON-Hochspannungsnetzes perfekt
- E.ON-Töchter erhöhen die Strompreise
- E.ON: Zusammenarbeit mit Abu Dhabi bei erneuerbaren Energien ausbauen
- E.ON strebt raschen Verkauf seines Stromnetzes an
- E.ON will auf Druck Brüssels Gasnetz für mehr Konkurrenz öffnen
- E.ON-Beteiligung an französischem AKW konkretisiert sich
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Düsseldorf - Kreisen zufolge erwägt der Energiekonzern E.ON die Veräußerung seines Endkundengeschäfts in den USA. Die in den Bundesstaaten Kentucky und Virginia aktive Tochtergesellschaft stehe auf der Verkaufsliste, bestätigten mit den Vorgängen vertraute Kreise der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX entsprechende Gerüchte aus den USA. Die Investmentbank Goldman Sachs berate den Düsseldorfer Konzern bei der Transaktion. Mehrere US-Versorger kämen als Käufer in Betracht. Ein Konzernsprecher wollte die Pläne nicht kommentieren. Nach Informationen der "Financial Times" wird der Wert des US-Geschäfts auf rund 6 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Für die Börse kam die Nachricht nicht unerwartet. Die E.ON-Aktie bewegte sich kaum. Sie notierte am Vormittag leicht im Minus und ordnete sich damit im unteren Mittelfeld des Dax ein. E.ON hatte im vergangenen Jahr angekündigt bis Ende 2010 durch den Verkauf von Beteiligungen mindestens 10 Milliarden Euro einzunehmen. Davon hatte der Konzern 2009 bereits rund 6 Milliarden Euro in trockenen Tüchern - so veräußerte das Unternehmen Kraftwerkskapazitäten in Deutschland, seine Stadtwerke-Holding Thüga sowie das deutsche Höchstspannungsnetz. Auf der Verkaufsliste steht noch unter anderem das italienische Gasnetz. Mit den Verkäufen will E.ON seine durch Übernahmen angeschwollene Schuldenlast senken. Ende September 2009 hatte der Konzern 46,2 Milliarden Euro Nettoschulden.
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