E.ON verteidigt Strompreise - Aktionäre loben Vorstandarbeit
Als einen Schönheitsfehler bei der ansonsten erfolgreichen Vorstandsarbeit bezeichnete ein Vertreter der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), dass E.ON bei der Beteiligung an einem Gasfeld beim russischen Partner Gazprom der BASF den Vortritt lassen musste. Bernotat hatte zuvor gesagt, dass für E.ON weiterhin die Möglichkeit besteht, sich an dem westsibirischen Gasfeld zu beteiligen.
Nach weiteren Worten des Vorstandschefs hat E.ON inzwischen die Entwicklung hin zu einem Strom- und Gaskonzern weitgehend abgeschlossen. Regionaler Schwerpunkt bei künftigen Wachstumsschritten bleibe Europa. Hierzu zählt unter anderem der Ausbau der Aktivitäten in Osteuropa. Chancen würden sich aber auch auf dem fragmentierten US-Energiemarkt ergeben.
Im vergangenen Geschäftsjahr hatte E.ON (70 000 Beschäftigte) bei einem Umsatz von 49 Milliarden Euro sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie nach Sondereffekten um 18 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro gesteigert. Die klare Ausrichtung und zunehmende Integration der zugekauften Aktivitäten wirke sich bereits spürbar aus, sagte Bernotat. Die Aktionäre profitierten von der Geschäftsentwicklung erneut durch eine Anhebung der Dividende um 0,35 Euro auf 2,35 Euro. Das ist bereits die sechste Erhöhung in Folge.
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