E.ON und RWE im Visier der EU-Kommission - Konzern schweigt

dpa
Bild: Stromleitungen


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Düsseldorf/Essen (dpa) - Die deutschen Energieriesen E.ON und RWE werden einem Zeitungsbericht zufolge von der EU-Kommission unerlaubter Absprachen im Strommarkt verdächtigt. Die "Berliner Zeitung" schrieb am Donnerstag, bei einer Razzia seien die E.ON- Konzernzentralen in Düsseldorf und München durchsucht und Computer des Topmanagements beschlagnahmt worden. Hintergrund seien Hinweise auf unerlaubte Absprachen über die Aufteilung der Märkte zwischen den großen deutschen Stromversorgern. Die Unternehmen selbst schwiegen dazu am Donnerstag.

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Ein E.ON-Sprecher sagte: "Wir kommentieren den Bericht nicht." Bei RWE habe es keine Durchsuchung gegeben, sagte ein Sprecher. Von den Durchsuchungsaktionen war bereits am Dienstag berichtet worden, allerdings wurden die betroffenen Unternehmen bisher noch nicht offiziell genannt.

Die "Berliner Zeitung" berichtete unter Berufung auf ihr vorliegende offizielle EU-Dokumente, dass die Brüsseler Kommission in den Besitz von Hinweisen gekommen sei, die "auf die Existenz von Vereinbarungen zur Marktaufteilung" zwischen großen deutschen Stromversorgern hindeuteten. Konkret werde neben E.ON auch RWE genannt. Die beiden Konzerne sollen den Hinweisen zufolge vereinbart haben, die gegenseitigen traditionellen Liefergebiete zu respektieren und sich also keine Konkurrenz zu machen.

Das Bundeskartellamt bestätigte lediglich, dass es an der Razzia beteiligt war. Vor gut zwei Wochen hatten EU-Ermittler bei einer ebenfalls groß angelegten Durchsuchungsaktion die Gasversorger im Visier gehabt. Damals waren Büros von E.ON Ruhrgas und RWE betroffen.

An der Börse litten die Aktien von E.ON und RWE schwer unter dem Bericht. Das Papier von E.ON verlor bis zum späten Vormittag 2,46 Prozent auf 87,79 Euro. Die RWE-Aktie fiel um 2,33 Prozent auf 65,09 Euro.



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