E.ON und RWE im Visier der EU-Kommission - Konzern schweigt
Die "Berliner Zeitung" berichtete unter Berufung auf ihr vorliegende offizielle EU-Dokumente, dass die Brüsseler Kommission in den Besitz von Hinweisen gekommen sei, die "auf die Existenz von Vereinbarungen zur Marktaufteilung" zwischen großen deutschen Stromversorgern hindeuteten. Konkret werde neben E.ON auch RWE genannt. Die beiden Konzerne sollen den Hinweisen zufolge vereinbart haben, die gegenseitigen traditionellen Liefergebiete zu respektieren und sich also keine Konkurrenz zu machen.
Das Bundeskartellamt bestätigte lediglich, dass es an der Razzia beteiligt war. Vor gut zwei Wochen hatten EU-Ermittler bei einer ebenfalls groß angelegten Durchsuchungsaktion die Gasversorger im Visier gehabt. Damals waren Büros von E.ON Ruhrgas und RWE betroffen.
An der Börse litten die Aktien von E.ON und RWE schwer unter dem Bericht. Das Papier von E.ON verlor bis zum späten Vormittag 2,46 Prozent auf 87,79 Euro. Die RWE-Aktie fiel um 2,33 Prozent auf 65,09 Euro.
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