E.ON und Gazprom einigen sich über Gaslieferverträge
Düsseldorf - Nach langen und harten Verhandlungen haben sich die Energiekonzerne E.ON und Gazprom über Gaslieferverträge geeinigt. E.ON konnte seine Forderung nach günstigeren Preisen durchsetzen. Die Entscheidung gilt rückwirkend bis zum 4. Quartal 2010.
Der größte deutsche Energiekonzern E.ON hat sich nach jahrelangem Tauziehen mit der russischen Gazprom auf günstigere Preise bei den langfristigen Gaslieferverträgen geeinigt. Dadurch erwarte das Unternehmen einen positiven Effekt auf das Halbjahresergebnis des Konzerns von etwa 1 Milliarde Euro, teilte E.ON am Dienstag in Düsseldorf mit. Die nun getroffene Abmachung gelte rückwirkend bis zum 4. Quartal 2010.
"Mit den Vereinbarungen festigen wir unsere langjährige erfolgreiche Partnerschaft mit Gazprom", erklärte Konzernchef Johannes Teyssen. Mit dem Abschluss der Verhandlungen mit Gazprom habe E.ON nun die Preiskonditionen von 100 Prozent der aktuell ölpreisgebundenen Mengen erfolgreich neu verhandelt. "Diese Vereinbarung ist ein Kompromiss, der die derzeitigen Trends und Entwicklungen auf dem Gasmarkt berücksichtigt", sagte Gazprom-Export-Chef Alexander Medwedew.
Der deutsche Energiekonzern war durch den Fall der Gaspreise auf den Spotmärkten in den vergangenen Jahren bei gleichzeitig hohen Gasbezugspreisen aus langfristigen Verträgen in die Bredouille geraten. Die Tochterfirma E.ON Ruhrgas hatte deshalb im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 700 Millionen Euro wegstecken müssen.
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