E.ON-Töchter erhöhen Gaspreise um 7 Prozent
Heidelberg - Mehrere E.ON-Gesellschaften haben Gaspreissteigerungen von durchschnittlich 7 Prozent angekündigt. Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh muss künftig 90 Euro pro Jahr mehr bezahlen.
Die Gaspreiserhöhungen fallen je nach Regionalgesellschaft unterschiedlich aus. Am stärksten steigen die Preise bei E.ON Hanse im Liefergebiet Schleswig-Holstein. Hier erhöhen sich die Gaskosten um rund 11 Prozent, was einer Mehrbelastung von 143 Euro pro Jahr entspricht.
Die geringste Steigerung ist bei E.ON Bayern zu verzeichnen (5 Prozent). E.ON Avacon erhöht um 6 Prozent, bei E.ON Mitte und E.ON Westfalen Weser steigen die Preise um rund 7 Prozent. E.ON edis und E.ON Thüringer Energie halten die Preise derzeit stabil.
Die Geschäfte von E.ON mussten in den vergangenen Jahren deutliche Rückschläge hinnehmen. Im Jahr 2011 hat der Konzern einen Nettoverlust von rund 2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Ein Jahr zuvor waren noch fast 6 Milliarden Euro Gewinn eingefahren worden. Gründe für die schleppenden Geschäfte sind neben den Folgen der Energiewende auch die ölpreisgekoppelten Lieferverträge, die der größte deutsche Ferngashändler E.ON Ruhrgas mit russischen Lieferanten abgeschlossen hat.
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