E.ON streicht 6.000 Stellen in Deutschland
Düsseldorf - Der Energiekonzern E.ON will in Deutschland circa 6.000 Stellen abbauen. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher gegenüber der "Rheinischen Post" (Montag). "Wie viele Arbeitsplätze über welches Instrument abgebaut werden, lässt sich noch nicht sagen." Nach Zeitungsangaben sollen bis zu 3.000 Beschäftigte in den Vorruhestand gehen, bis zu 2.500 Beschäftigte in eine Transfergesellschaft wechseln und 500 Stellen durch das Auslaufen befristeter Verträge wegfallen.
Der Aufsichtsrat des Konzerns will im Laufe des Tages über die Pläne des Vorstands beraten. Bereits im August hatte E.ON-Chef Johannes Teyssen den Abbau von 11.000 Stellen angekündigt, seitdem wird an den Details gearbeitet.
Derweil kommt der Konzern mit seinen Zukaufsplänen in Portugal voran. Der Versorger habe bei dem portugiesischen Energieunternehmen EDP ein verbindliches Angebot für den vom Staat zum Verkauf angebotenen 21-Prozent-Anteil eingereicht, sagte am Sonntag eine mit der Transaktion vertraute Person der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Unterstützung bekommt E.ON von der Bundesregierung. Mit dem Vorgang vertraute Personen sagten der "Financial Times" (FT/Montag), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich vor kurzem beim portugiesischen Ministerpräsidenten Pedro Passos Coelho für E.ONs Gebot eingesetzt.
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