E.ON schliesst Verkaufsprogramm ab - Ruhrgasauflagen erfüllt
dpa | 08.12.2003
Düsseldorf (dpa/sn) - Der Energieriese E.ON hat seine Anteile an
den Regionalversorgern Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft
(VNG/Leipzig) sowie EWE verkauft und damit die Auflagen
aus dem milliardenschweren Erwerb der Ruhrgas vollständig erfüllt.
Aus der Abgabe der Anteilspakete erzielte der grösste Gas- und
Stromversorger Europas einen Erlös von mehr als 1,3 Milliarden Euro.
Beide Transaktionen stehen noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung
durch den E.ON Aufsichtsrat, teilte E.ON am Montag mit.
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Wie E.ON weiter mitteilte, werden die gut 27 Prozent-Beteiligung
an EWE von den Hauptaktionären, Energieverband Elbe-Weser
Beteiligungsholding und Weser-Ems Energiebeteiligungen, übernommen.
Für dieses Paket erzielte E.ON einen Preis von 500 Millionen Euro
und einen Buchgewinn von 200 Millionen Euro. Dabei kann E.ON noch
auf weitere Einnahmen hoffen: Die Käufer planen, den Anteil an der
Börse zu platzieren, wobei E.ON an dem erwarteten Mehrerlös
beteiligt werden soll.
Rund 32 Prozent der insgesamt 42-prozentigen E.ON-Beteiligung an dem Leipziger Ferngasversorger VNG geht wiederum an die EWE. Die verbleibenden 10 Prozent seien ostdeutschen Kommunen angeboten worden. Schlagen diese die Offerte aus, werde EWE die entsprechenden Anteile zusätzlich erwerben. Der Kaufpreis für das gesamte E.ON- Paket an VNG liegt bei 840 Millionen Euro, woraus die Düsseldorfer einen Buchgewinn von 50 Millionen Euro erzielen. Die Gewinne aus beiden Verkäufen werden erst in der Bilanz 2004 wirksam.
Insgesamt hat der Konzern aus den Verkäufen, die E.ON im Zuge der Ruhrgas-Übernahme auferlegt worden waren, rund 2,6 Milliarden Euro erlöst.

