E.ON Ruhrgas erwartet Druck aus Brüssel für Ostseepipeline

dpa-AFX
Bild: Bauarbeiten an einer Pipeline


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Frankfurt - Angesichts des Gasstreits erwartet der Gasimporteur E.ON Ruhrgas von der Europäischen Union ein Vorantreiben der Ostsee-Pipeline. "Wegen der erheblichen Versorgungsprobleme in Südosteuropa muss Brüssel den Druck auf die Anrainer-Staaten erhöhen, ihren Widerstand gegen die geplante Ostseeleitung direkt von Russland nach Deutschland aufzugeben", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernhard Reutersberg der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe).


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Dem vom RWE-Konzern favorisierten Nabucco-Projekt, das von 2013 an Erdgas aus der kaspischen Region nach Österreich und Deutschland führen will, steht Reutersberg skeptisch gegenüber. Er bezweifele, dass ausreichende Erdgasmengen zur Verfügung stehen werden, sagte er dem Blatt. Reutersberg erwartet, dass Moskau eine Lehre aus dem neuen Konflikt ziehen und neben der Ostseepipeline auch mit mehr Schwung an Transportalternativen für die vom Ausfall des Ukraine-Transits noch viel härter betroffenen Balkanstaaten arbeiten wird. Er ist überzeugt, dass die Gazprom alles tun wird, um nicht noch einmal in eine so schwierige Lage zu geraten.



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