E.ON plant bis zu 9000 Stellen abzubauen
Düsseldorf - Der deutsche Energieriese E.ON will sich laut einem Zeitungsbericht von bis zu 9000 Mitarbeitern trennen. Wie die "Welt" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf die Gewerkschaft Verdi berichtete, sollen europaweit bis zu 6000 Stellen gekürzt werden. Des Weiteren sollen in allen Landesgesellschaften bis zu 3000 Stellen aus dem Konzern ausgelagert werden. Die Zahlen gehen dem Bericht zufolge aus einer Gewerkschafts-Auswertung des E.ON-Sparprogramms "Perform to Win" hervor, die der "Welt" vorliege. E.ON beschäftigt in Europa insgesamt rund 90.000 Mitarbeiter.
Ein E.ON-Sprecher wollte die Zahlen nicht kommentieren: "Es steht noch nichts fest", sagte er der Zeitung. Derzeit werde in Verhandlungen mit den Gewerkschaften Verdi und IGBCE ausgelotet, bei welchen Maßnahmen welche Stellen wegfallen könnten. Durch das Programm "Perform to Win" will der Konzern rund 1,5 Milliarden Euro sparen. Aus Protest gegen die Sparrunde ruft Verdi für Donnerstag zu einer Demonstration vor der Konzernzentrale in Düsseldorf auf. Die Gewerkschaft rechnet mit über 4000 Teilnehmern aus sieben Ländern.
Die Proteste seien vor allem deshalb notwendig geworden, weil sich der E.ON-Vorstand von der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern verabschiedet habe, sagte Sven Berglin, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand und im E.ON-Aufsichtsrat, der "Welt". So schließe der Vorstand betriebsbedingte Kündigungen nicht länger aus. "Dies ist angesichts weiterhin hoher Milliardengewinne nicht hinnehmbar."
Weitere Nachrichten vom 16.06.2009
- Kongress: 2,4 Millionen Elektroautos bis 2020 sind realistisch
- Datenverkehr im Internet steigt bis 2013 auf das Fünffache
- Ukraine will Milliardenkredit für Finanzierung von EU-Gas
- Facebook scheitert mit Plagiatsklage gegen StudiVZ
- Schadcode verbreitet sich auch über Wechselmedien
- Einstieg von EnBW bei EWE - Prüffrist verlängert
- Apples iPhone und seine stärksten Konkurrenten
- Vattenfall beantragt Wiederanfahren des AKW Krümmel
- Zeitung: 400 Milliarden Euro für Solarstrom aus Afrika
- Ölpreise fallen den dritten Tag in Folge

