E.ON plant angeblich Einstieg ins Iran-Gasgeschäft [Update]
dpa
Düsseldorf (dpa) - Der Energieriese E.ON strebt nach einem Pressebericht als erster deutscher Strom- und Gasversorger den Einstieg in das Gasgeschäft mit Iran an. Damit wolle der Konzern unabhängiger von Lieferungen aus Russland werden, berichtet das "Handelsblatt" (Mittwoch) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Ein E.ON-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.
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Erste Delegationen der Tochterfirma E.ON Ruhrgas seien im Iran gewesen und hätten mit Vertretern der iranischen Regierung gesprochen. Iran sei sowohl als Bezugsquelle für verflüssigtes Erdgas (LNG) als auch für Pipeline-Gas attraktiv. Bislang bezieht Ruhrgas sein Erdgas aus Russland, Deutschland und der Nordsee. Die Pläne befänden sich noch in einem sehr frühen Stadium, schrieb das Blatt weiter.
Auch der Iran habe ein starkes Interesse, mit den Deutschen ins Geschäft zu kommen. Das Land verfügt nach Russland zwar über die grössten Reserven der Welt, exportiert aber bislang kaum etwas davon. "Eines der wichtigsten strategischen Ziele Irans ist es, diese Lücke zu schliessen", sagte Valerie Marcel, Energieexpertin bei Royal Institute for International Affairs in London, der Zeitung.
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