E.ON kündigt kräftige Preissteigerungen bei Strom und Gas an

Verivox | 15.10.2007
Bild: Stromleitungen



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Düsseldorf - Deutschlands größter Energiekonzern E.ON hebt zum Jahresbeginn 2008 die Strom- und Gaspreise deutlich an. Die Preissteigerungen werden mit den höheren Beschaffungskosten durch die weltweit steigende Energienachfrage sowie Zusatzbelastungen durch die Förderung erneuerbarer Energien begründet.

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Die Strompreise der sieben E.ON-Regionalversorger steigen in der Grundversorgung zum Jahreswechsel in einer Bandbreite von 7,1 Prozent bei E.ON Hanse bis 9,9 Prozent bei E.ON Bayern. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden steigen die monatlichen Stromkosten dadurch um etwa 4,30 Euro bis ca. 5,80 Euro.

Bei Gas liegen die Steigerungsraten in der Grundversorgung zwischen 3,4 Prozent bei E.ON Thüringer Energie und 8,8 Prozent bei E.ON Westfalen Weser. Dies entspricht bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 25.000 kWh in etwa einer monatlichen Mehrbelastung zwischen 4,96 Euro und 11,40 Euro.

E.ON hat bundesweit bei Strom sieben Millionen Haushaltskunden und bei Gas 1,2 Millionen Haushaltskunden.

Mit heftiger Kritik hat der Bund der Energieverbraucher auf die angekündigte Erhöhung der Strom- und Gaspreise des Energieversorgers E.ON reagiert. «Angesichts der heute schon weit überhöhten Strompreise sehen wir das als Kriegserklärung an Verbraucher und Politik an», sagte der Vorsitzende der Vereinigung, Aribert Peters, am Montag in Bonn. Die Ankündigung passe nicht in die Landschaft. Die Preiserhöhungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die behaupteten Kostensteigerungen nicht zutreffend gewesen und die Erhöhungen genutzt worden seien, um die Gewinne zu steigern. «Wir sehen es nicht ein, dass wir als Verbraucher gemolken werden, um die Gewinne von E.ON zu erhöhen», sagte Peters.

Schließlich stelle E.ON den Strom selber her und die Stromerzeugung sei nur geringfügig teurer geworden, sagte Peters. Durch die höheren Erlöse beim Stromverkauf fielen E.ON erhebliche Mehreinnahmen zu. Daher gebe es überhaupt keine Begründung für weitere Strompreiserhöhungen. Ähnliches gelte für das Gas. Dort seien die Importpreise gesunken. Die Margen von E.ON Ruhrgas seien aber in der Vergangenheit stetig gestiegen.

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