E.ON ist mit Gewinnsprung ins Jahr gestartet
Düsseldorf - Der größte deutsche Energieversorger E.ON ist mit einem Gewinnsprung ins Jahr gestartet. Der Konzern erwirtschaftete von Januar bis März einen um Einmaleffekte bereinigten Überschuss von 2,1 Milliarden Euro. Das waren 16 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mit. Der Versorger profitierte dabei auch von einem steigenden Energieverbrauch dank der anziehenden Wirtschaft und des harten Winters. Darüber hinaus verbesserte das Unternehmen sein Ergebnis im Energiehandel. Auch das im vergangenen Jahr schwache Geschäft in Großbritannien verbuchte Zuwachs.
Die E.ON-Aktie gab zum Handelsauftakt rund 1,5 Prozent ab. Händler nannten die Zahlen wenig überraschend, zumal der Konzern bereits vor einer Woche beim Betriebsergebnis einen Gewinnsprung von 20 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro gemeldet hatte.
Sorgenkind bleibt die Tochter Ruhrgas. Das unter dem Titel Pan-European-Gas geführte Segment musste auch zu Jahresbeginn wieder einen Gewinnrückgang hinnehmen. Das operative Ergebnis sank um 13 Prozent auf 713 Millionen Euro. Die Preise blieben trotz des gestiegenen Absatzes weiter unter Druck. Immerhin bremste sich der Rückgang im Vergleich zum Gesamtjahr 2009 ab, als der Gewinn in dieser Sparte um 33 Prozent einbrach. Der seit Anfang des Monats amtierende neue Konzernchef Johannes Teyssen deutete aber im Bericht zum ersten Quartal schon an, dass im Gasgeschäft noch viel Arbeit auf ihn wartet. "Die Herausforderungen im Gasmarkt werden uns (...) auch in den den Folgejahren weiter beschäftigen", schrieb er an die Aktionäre.
Wegen eines massiven Überangebots stehen die Preise für Gas auf den Spotmärkten seit Monaten unter Druck. E.ON kann darauf aber kaum reagieren, weil der Konzern an feste Lieferverträge etwa mit dem russischen Gasriesen Gazprom
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