E.ON fordert Eingreifen der EU bei Ostsee-Pipeline
dpa
Berlin (dpa-AFX) - Der Energiekonzern E.ON hat im Streit um Genehmigungsverfahren für die Ostsee-Gaspipeline ein Eingreifen der Europäischen Kommission gefordert. "Wir brauchen Unterstützung und fordern das auch ein", sagte der Chef des Gasversorgers E.ON Ruhrgas, Burckhard Bergmann, am Mittwoch auf einer Branchentagung in Berlin. Nord Stream sei kein deutsch-russisches Projekt, sondern ein europäisches. Das mit der Pipeline transportierte Gas sei nicht alleine für Deutschland bestimmt, es werde an andere Länder Europas weitergeleitet.
- Anzeige -
Nach Polen hat auch Finnland Änderung an der Streckenführung geführt und dies mit ökologischen Bedenken begründet. Die Regierung in Helsinki hat daher eine Verlagerung der geplante Pipeline von finnischen in russische Gewässer vorgeschlagen. Bergmann wies die Befürchtungen zurück. "Wir werden die höchsten Umweltstandards ansetzen."
Über die 1.200 Kilometer lange Leitung soll ab 2010 russisches Gas direkt nach Deutschland gepumpt werden. Das Betreiberkonsortium Nord Stream wurde vom russischen Gasmonopolisten Gazprom sowie dem deutschen Energiekonzern E.ON und der BASF-Tochter Wintershall gegründet. Im November vergangenen Jahres stieg die niederländische Gasunie ein.
Weitere Nachrichten vom 23.01.2008
- OLG: Internet-Provider nicht verantwortlich für Inhalt von Webseiten
- Brüssel macht EU-Staaten teure Klimaauflagen
- Verband: 2007 mehr als 14 Prozent Ökostrom in Deutschland
- Stromausfälle legen südafrikanische Länder lahm
- Bundesnetzagentur kürzt Netzentgelte auch im Verteilnetzbereich
- Akw Krümmel und Brunsbüttel frühestens ab Frühjahr wieder am Netz
- Energieintensive Industrie bekommt kostenlose Emissionsrechte
- Informationsfreiheitsgesetz: Recht auf amtliche Akteneinsicht
- Zeitung: Arcor-Komplettübernahme durch Vodafone rückt näher
- Serbien verkauft Erdölindustrie an Russland
- Deutsches Facebook-Angebot startet früher als erwartet
- Zombie-Rechner: Bedrohung durch Botnetze wächst
- Hacker sind verstärkt hinter Geld von Mac-Nutzern her
- Yahoo! will bei Umbau hunderte Stellen streichen
- Studie: Mehr Stromverbrauch durch Stand-by-Modus als im Betrieb
- Fusion von GDF und Suez verzögert sich womöglich erneut
- Apple steigert mit iPod und Mac-Computern Gewinn um 58 Prozent
- Mehr als die Hälfte der Deutschen will kein Nokia-Handy mehr
- Vattenfall startet bundesweiten Stromvertrieb
- Tauziehen um Atomkraft, Kohle und Ökostrom-Förderung
- Wenn Werber in die Emails schauen: Datenschützer beleuchten Internet

