E.ON-Chef fordert Schutz für Energieversorger vor feindlichen Übernahmen
Die beiden größten deutschen Energiekonzerne, E.ON und RWE, gelten als potentielle Ziele feindlicher Übernahmen. Insbesondere die Konkurrenten aus Frankreich und Russland, die unter staatlicher Kontrolle stehen und deshalb selbst gegen Angriffe geschützt sind, könnten mit einem feindlichen Vorstoß auf den deutschen Markt kräftig wachsen.
"Konkrete Sorgen, übernommen zu werden, haben wir aber nicht", sagte Bernotat. "Nach der Marktkapitalisierung sind wir das größte Unternehmen in Deutschland. Das ist sicherlich der beste Schutz." Der Börsenwert von E.ON liegt derzeit bei rund 86 Milliarden Euro.
Ungeachtet dieser Marktposition setzt Bernotat intern ein Programm zum Schutz vor feindlichen Übernahmen um. "Wir erhöhen den Verschuldungsgrad unseres Unternehmens gerade auf ein angemessenes Niveau", sagte Bernotat. "Viele Vertreter des Kapitalmarktes haben kritisiert, dass unsere Eigenkapitalquote viel zu hoch war. Deshalb nehmen wir bewusst mehr Verschuldung in die Bilanz." Zugleich will das Unternehmen bis November 2008 den Rückkauf von zehn Prozent der eigenen Aktien abschließen.
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