E.ON-Chef Bernotat erwartet keinen nachhaltigen Einbruch der Stromnachfrage
Düsseldorf - Der Energieversorger E.ON rechnet angesichts der Konjunkturkrise nicht mit einem lang anhaltenden Einbruch der Stromnachfrage. Konzernchef Wulf Bernotat sagte dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe), dass vorübergehend weniger Strom verbraucht werde, wenn die Konjunktur lahme. Im ersten Quartal habe E.ON aber nur einen relativ moderaten Rückgang von etwa vier Prozent gesehen, bei den Haushaltskunden um ein Prozent.
Großverbraucher aus den energieintensiven Branchen sollten nun die gesunkenen Preise nutzen, um Verträge abzuschließen. "Die Strompreise an der Börse sind seit Juni letzten Jahres um über 40 Prozent gesunken und derzeit so niedrig wie seit 2005 nicht mehr", sagte Bernotat. Gerade Großverbraucher hätten nun besonders gute Chancen, den Wettbewerb der Anbieter zu nutzen, um sehr günstige Konditionen zu erreichen.
Video: So funktioniert der Stromanbieterwechsel
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