Eon beteiligt Gazprom an Kraftwerken in West- und Mitteleuropa
AFP
Düsseldorf/Moskau (AFP) - Eon will den russischen Energiekonzern Gazprom an Kraftwerken in West- und Mitteleuropa beteiligen und sich damit Anteile an dem riesigen sibirischen Gasfeld Juschno Russkoje sichern. Eon und Gazprom hätten bei ihren Verhandlungen über einen so genannten Asset-Tausch Fortschritte erzielt, teilten die beiden Unternehmen am Montag in Düsseldorf und Moskau mit. Neben der Beteiligung an Kraftwerken werde Eon Gazprom auch an unterirdischen Erdgasspeichern beteiligen. Die genaue Bewertung dieser Beteiligungen stehe aber noch aus, teilte Eon weiter mit. Zu einer abschließenden Einigung soll es demnach am Dienstag bei der Einweihung des Gasfeldes kommen.
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Gazprom verlangt für die Beteiligung an Projekten in Russland meist im Gegenzug Beteiligungen in Westeuropa. Der russische Staatskonzern will seit längerem auf dem europäischen Markt Fuß fassen. So wollte Gazprom etwa den größten britischen Gas- und Stromversorger Centrica übernehmen. Das Geschäft, das schließlich nicht zustande kam, hatte in Großbritannien zu einer Debatte über stärkere protektionistische Maßnahmen gegenüber Staatskonzernen geführt. Auch in Deutschland gibt es derzeit eine Debatte über den Schutz von Unternehmen vor ausländischen Staatsfirmen.
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