E.ON Bayern verzeichnet deutlichen Gewinnrückgang

dpa | 04.05.2004
Bild: Stromleitungen


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Regensburg (dpa/lby) - Der Stromversorger E.ON Bayern hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ging um rund 46 Prozent auf 201,7 Millionen Euro zurück, teilte die E.ON-Tochter am Dienstag am Firmensitz in Regensburg mit. Der Umsatz des Stromversorgers stieg dagegen leicht von 2,38 auf 2,57 Milliarden Euro.

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Den Gewinnrückgang führt das Unternehmen auf Einmaleffekte zurück. "Nahezu jede Position der Gewinn- und Verlustrechnung war davon betroffen", sagte Finanzvorstand Reimund Gotzel. Dabei habe es sich vor allem um Beteiligungs- und Anlagenverkäufe sowie die Auflösung von Sonderposten im Vorjahr gehandelt.

"Die Verbesserung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr ist zum einen auf die Übernahme von 150.000 Privatkunden von der Schwestergesellschaft E.ON Sales & Trading sowie auf Preiserhöhungen zurückzuführen", sagte Gotzel. Auch im E.ON-Kerngeschäft konnte das Unternehmen zulegen. Der Umsatz im Stromgeschäft stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 2,35 Milliarden Euro an. Das Unternehmen verkaufte 29,3 Milliarden Kilowattstunden Strom.

E.ON Bayern beschäftigt derzeit mehr als 3700 Mitarbeiter, davon 229 Auszubildende. Ende 2003 wurden mit 234 Beschäftigten Vorruhestandsregelungen getroffen. Sie sollen das Unternehmen in den Jahren 2005 und 2006 verlassen.

Der Vorstandsvorsitzende Peter Deml zog eine positive Bilanz des Geschäftsjahres 2003. "Wir haben die Position als Marktführer auf dem bayerischen Strommarkt verteidigt", sagte Deml. Der Schwerpunkt der Unternehmensentwicklung liege auf dem Gas- und Wärmemarkt.

Mit der Übernahme der Fränkischen Gaslieferungsgesellschaft (FGL), der Gasversorgung Ostbayern (GASOB) und der Gasversorgung Schwandorf (GVS) seien bereits die ersten Schritte getan. Diese Unternehmen sollen voraussichtlich zum 1. Januar 2005 in die E.ON Bayern AG integriert werden. "Danach wird E.ON Bayern jährlich rund 80 000 Kunden mit Erdgas beliefern", sagte der Vorstandsvorsitzende. Bereits zum Jahresbeginn 2004 hatte E.ON Bayern von der Konzernschwester Thüga AG die Stromversorgung Frankenwald und Südstrom übernommen.



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