enviaM trennt Netz und Vertrieb
dpa | 28.12.2004
Chemnitz (dpa) - Bei dem regionalen Energiedienstleister enviaM gehen Netz und Vertrieb künftig getrennte Wege. Die Entflechtung sei durch eine EU-Richtlinie vom Sommer 2003 vorgeschrieben, teilte die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) am Montag in Chemnitz mit. Die Brüsseler EU-Kommission erhoffe sich davon einen ungehinderten Netzzugang für alle Anbieter und damit mehr Wettbewerb und sinkende Preise auf dem Strommarkt.
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Für Planung, Betrieb und Vermarktung des Netzes ist nach den Angaben vom 1. Januar 2005 an das Unternehmen Envia Verteilnetz GmbH mit Sitz in Halle zuständig. Bau, Wartung und Instandhaltung des Netzes liegen in der Hand der envia Netzservice GmbH in Chemnitz. Für den Vertrieb bleibe die enviaM verantwortlich.
Ebenfalls zum Jahreswechsel wird laut enviaM die Netzstruktur neu ausgerichtet. Danach treten an die Stelle der bisherigen zehn Netzbereiche in Zukunft die vier Netzregionen Brandenburg, Süd- Sachsen, West-Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Der Energiedienstleister versorgt den Angaben zufolge rund 1,6 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wärme, Wasser, Telekommunikation und energienahen Dienstleistungen. Das Unternehmen, das zum RWE-Konzern (Essen) gehört, war im August 2002 aus dem Zusammenschluss der envia Energie Sachsen Brandenburg AG (Chemnitz) und der Mitteldeutschen Energieversorgung (MEAG) in Halle hervorgegange
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