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Entscheidung über neues Balten-Atomkraftwerk spätestens 2011

dpa | 05.02.2010
Bild: Atomkraftwerk

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Riga - Die drei baltischen Staaten und Polen wollen spätestens Anfang des Jahres 2011 den endgültigen Vertrag für ein gemeinsames neues Atomkraftwerk unterzeichnen, wie der litauische Energieminister Arvydas Sekomkas am Mittwoch am Rande einer Konferenz in Riga im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa ankündigte. Nach der von der EU erzwungenen Abschaltung des umstrittenen Atomkraftwerkes Ignalina zum Jahreswechsel sind sowohl Litauen als auch die Nachbarländer Estland und Lettland gegen ihren Willen wieder stärker von russischen Energielieferungen abhängig.


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Die vier beteiligten Staaten würden den schon mehrfach aufgeschobenen Vertrag über den Bau eines Nachfolge-Kraftwerks für Ignalina "als Anteilseigner zu gleichen Teilen unterzeichnen", sagte Sekomkas. Das solle Ende dieses oder spätestens Anfang nächsten Jahres geschehen.

Es gebe fünf Unternehmen von anfangs 25 Interessenten, die noch für den Bauauftrag infrage kämen. Nach der endgültigen Entscheidung soll dem Baukonsortium ein Anteil von 51 Prozent der Anteile angeboten werden. Die Kosten werden auf bis zu 15 Milliarden Euro geschätzt. Litauens Regierung hofft auf die Inbetriebnahme zwischen 2018 und 2020. Für den Abbau der beiden Ignalina-Reaktoren, die dem Unglücksreaktor in Tschernobyl entsprechen, sind etwa 30 Jahre veranschlagt. Die EU hatte die Abschaltung zur Bedingung für Litauens Aufnahme in die EU gemacht.



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