Entlassener EnBW-Reaktorchef hatte Sicherheitsfragen massiv kritisiert
- EnBW hat sich vom Leiter des Atomkraftwerks Neckarwestheim getrennt
- EnBW begründet Trennung vom Leiter des Atomkraftwerks Neckarwestheim
- EnBW will Neckarwestheim von Wiener Atombehörde prüfen lassen
- Staatsanwälte ermitteln wegen Atompannen in Neckarwestheim
- Experten wollen auch Atomkraftwerk Neckarwestheim überprüfen
gesamtes Archiv
Tatsächlich habe der Atommanager massive Kritik an der Sicherheit der EnBW-Kernkraftwerke geübt, so die Zeitung. Dies hätten Teilnehmer einer Besprechung mit EnBW-Chef Utz Claassen ausgesagt, bei der es zum Eklat gekommen sein soll. Die geheimen Protokolle der Befragung durch das Umweltministerium liegen der Zeitung vor.
In seinem Vortrag vor Claassen und anderen Managern habe der damalige Reaktorchef demnach beklagt, man habe nichts aus den schweren Sicherheitsverstössen 2001 im Kernkraftwerk Philippsburg gelernt. Dies würden neue Pannen zeigen, bei denen radioaktives Wasser ausgetreten war.
Zugleich habe der Mann Zweifel an dem auf Druck der Atomaufsicht eingeführten Sicherheitsmanagement geäussert: Die "Papierarbeit" binde Personal, das man woanders dringender benötige. Es handele sich um "Alibi- und Beruhigungsinstrumentarien", die die Situation "eher schlechter als besser" machten. In der Kraftwerksbelegschaft, so der geschasste Manager weiter, greife "der Götz-von-Berlichingen-Standpunkt in einem bedenklichen Mass um sich". Die Reaktion der Zuhörer laut Protokoll: "Blankes Entsetzen".
Gegenüber der "Stuttgarter Zeitung" habe das Umweltministerium eingeräumt, dass der Reaktorchef "Sicherheitsfragen kritisch angesprochen hat". Dies sei aber nicht der Grund der Kündigung. Auch die EnBW habe auf bisher genannte Gründe verwiesen.
Weitere Nachrichten vom 29.11.2004
- DONG Naturgas will von Lübeck aus in deutschen Markt vorstossen
- CIA will Chaträume überwachen
- Studie: Durchschnittlich ein Computer für zwölf Schüler
- Regionale Versorger warnen vor Mängel bei Energierechtsnovelle
- RWE will nicht für Stromausfall in Trier und Luxemburg zahlen
- Ämter weisen Berichte über falsche Gasrechnungen zurück
- Baustart für Sunways-Solarzellenfabrik - Markt wächst kräftig
- VDEW: Unbundling treibt Kosten in die Höhe
- Erstmals Prozess wegen Frühpensionierungen bei der Telekom
- Häuslebauer im Osten heizen vermehrt mit Erdwärme
- Chemie-Industrie dringt auf niedrigere Kosten für Energienetznutzung
- Hilfsaktion für Kinder: Weihnachtsbaum per SMS erleuchten
- Zeitung: Fast 43 Prozent der Gasrechnungen sind falsch
- Geschäft mit der Gülle - Boom für Biogasanlagen in Thüringen
- Neuer Stromausfall in Spanien - Fünfter Blackout in zehn Tagen
- WAZ: RAG schwächt Saarland und stärkt das Ruhrgebiet
- Telekom senkt Personalkosten 2004 um eine halbe Milliarde Euro
- Stellenabbau bei Telekom mit Vivento erfolgreich
- Deutsche Telekom vergibt wieder 4.000 Ausbildungsplätze
- Forschung für die Zukunft: Kernfusionsexperiment bekommt Hitzeschild
- Forscher wollen Öko-Strom aus der Kraft der Osmose gewinnen
- Verbraucherzentrale Berlin: Gasrechnung nur unter Vorbehalt zahlen

