Enron verteilt 4,7 Milliarden Dollar an Gläubiger

dpa | 04.04.2006
Bild: Stromleitungen


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Houston (dpa) - Der in Insolvenz befindliche amerikanische Energiehändler Enron Corp. und seine Tochterfirmen haben den Gläubigern in einer neuen Zuteilung knapp 4,7 Milliarden Dollar (3,9 Mrd Euro) zukommen lassen. Dies hat Enron am Montag bekannt gegeben. Es handelte sich um 4,1 Milliarden Dollar in bar sowie 568 Millionen Dollar in Form von Aktien der Portland General Electric Company (PGE). Seit November 2004 habe Enron damit den Gläubigern 5,8 Milliarden Dollar gezahlt.

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Man wolle weiter an der Abwicklung verbleibender Ansprüche arbeiten, betonte der Enron-Verwaltungsratsvorsitzende John Ray. Eine "Reserve für umstrittene Ansprüche" (Disputed Claims Reserve) halte noch knapp 4,7 Milliarden Dollar in bar und 745 Millionen Dollar an PGE-Aktien.

Enron war in einen riesigen Bilanzbetrugsskandal verwickelt und hatte im Dezember 2001 ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Die Aktien des einstigen Wall-Street-Höhenfliegers wurden wertlos. Fast alle Mitarbeiter verloren ihre Stellen. Die Gläubiger müssen sich mit einem Bruchteil ihrer Ansprüche abfinden. Mehrere Banken haben hohe Entschädigungszahlungen im Zusammenhang mit ihren Enron-Aktivitäten geleistet. Gegen die ehemaligen Enron-Spitzenmanager Kenneth L. Lay und Jeffrey K. Skilling läuft momentan ein Betrugsprozess in Houston (Texas).



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