Energiewirtschaft erwartet steigende Gaspreise
In der öffentlichen Energiedebatte sollten nach Ansicht des Verbandschefs stärker die weltweiten Entwicklungen in den Blick genommen werden. "Wir sind in Deutschland ziemlich klein, gemessen an den Problemen der Zukunft", sagte er. So finde sich Deutschland immer wieder in einer isolierten Einzelrolle wieder. Das gelte zum Beispiel für den Ausstieg aus der Kernenergie, die weltweit ihren Beitrag zur Energieversorgung leisten werde. Beim Weltkongress in Rom habe kein Redner gefordert, auf Kernenergie zu verzichten.
Deutschland profitiere aber auch von dem weltweiten Wachstum der Energienachfrage. "Wir sind führend bei der Energieeffizienz und bei der Entwicklung erneuerbarer Energie", sagte er. Deutschland werde auch die vorgegeben Klimaziele erreichen. Brinker verteidigte die hohen Energiepreise im Hinblick auf die erforderlichen Investitionen. So müssten zahlreiche neue Kraftwerke gebaut werden, deren Kosten in den vergangenen Jahren um 60 bis 70 Prozent gestiegen seien. Deshalb seien schon mehrere kleinere Bauprojekte gestoppt worden. Nur starke Unternehmen mit einem größeren Kraftwerkspark könnten die Risiken streuen und Neubauten finanzieren.
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