Energieversorger RWE schließt Übernahme von Essent ab
Essen - Der Energiekonzern RWE aus Essen hat am Mittwoch die Übernahme seines niederländischen Konkurrenten Essent abgeschlossen. RWE werde damit zu einem der führenden Energieversorger in der Benelux-Region, teilte das Unternehmen in Essen mit. Übernommen werden 100 Prozent der Anteile an dem Unternehmen mit Sitz in Arnheim. Ausgeschlossen bleibe jedoch der 50-prozentige Anteil an dem Atomkraftwerk in Borssele. Dafür stehe noch eine gerichtliche Klärung aus, hieß es. Auch die Umweltsparte Essent Milieu werde nicht übernommen.
Unter Berücksichtigung von Ausgliederungen und Verkäufen sowie weiteren Wertanpassungen bezifferte RWE den Wert der Übernahme auf rund 7,3 Milliarden Euro. Vorstandsvorsitzender des Unternehmens soll der bisherige Chef der RWE-Energiehandelstochter Supply & Trading, Peter Terium, werden. Der bisherige Essent-Vorstandschef Michiel Boersma soll nach einer Übergangsphase zum 1. Dezember das Gremium verlassen. RWE-Chef Jürgen Großmann bezeichnete die Unternehmen in einer Mitteilung als "ideales Paar".
Essent werde weiterhin rund 2,6 Millionen Kunden in Belgien und den Niederlanden versorgen. Das niederländische Privat-, Gewerbe- und Industriekundengeschäft von RWE soll künftig Teil der entsprechenden Essent-Geschäftsbereiche werden. RWE kündigte an, zusammen mit Essent "deutlich in nachhaltige Energieerzeugung in den Niederlanden" investieren zu wollen. Essent habe bereits bei Erneuerbaren Energien eine führende Position, hieß es.
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