Energieüberschuss: Deutschland exportiert weiterhin Strom
Hannover - Trotz Atomausstieg wird in Deutschland immer noch mehr Energie produziert, als verbraucht werden kann. Unterm Strich wurden 2011 rund 6.000 Gigawattstunden Strom exportiert. 2010 war dieser Wert jedoch noch fast drei Mal so hoch.
Deutschland hat trotz Atomausstieg im vergangenem Jahr unterm Strich Strom exportiert. Der Export habe netto bei 6.000 Gigawattstunden gelegen. Im Jahr zuvor habe Deutschland noch 17.700 Gigawattstunden ausgeführt, berichtete Hildegard Müller, die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, am Montag auf der Hannover Messe. Die Versorgungslage sei aber trotz der Exporte im letzten Winter mehrfach kritisch gewesen. "Auch im nächsten Winter wird es noch einmal eng", sagte sie.
Die Kapazitätssituation werde sich dann allerdings kurzfristig bis 2014 entspannen, sagte Müller weiter. Derzeit seien bundesweit 69 neue Kraftwerke konkret projektiert. Es handele sich um 29 Gas- und 17 Kohlekrafterke, 23 Offshore-Windkraft-Projekte sowie 10 Pumpspeicherkraftwerke.
Bei kritischen Situationen im vergangenen Winter sei die Erzeugung von Strom allein nicht die Ursache gewesen, sagte Müller zudem. Bei den regionalen Problemen hätten Mängel beim Netzausbau und das Zusammenspiel von Strom- und Gasmarkt auch eine Rolle gespielt.
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