Energiesparende Häuser: Der Verbrauch pro Quadratmeter zählt

dpa
Bild: Stromleitungen



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Berlin (dpa) - In Zeiten ständig steigender Heizkosten und des drohenden Klimawandels interessieren sich viele Bauherren für Energiesparhäuser. Doch für die Zukunft zu bauen und zu planen, ist nicht einfach. Denn der Bauwillige sieht sich mit einem undurchsichtigen Begriffsdschungel konfrontiert. Zudem können künftige Entwicklungen auf dem Energiemarkt und technische Neuerungen von Laien kaum eingeschätzt werden.

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"Neubauten müssen nach den gesetzlichen Bestimmungen der geltenden Energieeinsparverordnung Niedrigenergiehäuser sein, die etwa sieben Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen", sagt Uwe Milles vom Bine-Informationsdienst in Bonn. Noch zu Beginn der 1990er Jahre galt dieser Haustyp als zukunftsweisendes Energiesparhaus.

Heute haben weiterentwickelte Haustypen einen deutlich niedrigeren Verbrauch. Ein weiterer Vorteil: Sie sind für viele Bauherren bezahlbar. Angeboten werden sparsame Häuser unter Begriffen wie Drei-Liter-Haus, KfW-40-Haus und KfW-60-Haus, Passivhaus oder Plusenergiehaus.

Für ein Haus mit Passivhausstandard muss ein Bauherr nach Angaben von Milles nur zwei bis zehn Prozent mehr bezahlen als für ein herkömmlich errichtetes Gebäude. Dafür spart er deutlich bei den Energiekosten. Für den Laien ist es allerdings schwierig herauszufinden, wie viel Energie ein Haus im Vergleich zum gesetzlichen Standard wirklich einspart. "Bei vielen Begriffen liegt im Bezug auf Energiesparhäuser keine verbindliche Definition vor", sagt Jens Knissel vom Institut Wohnen und Umwelt in Darmstadt. Welcher energetische Standard sich hinter den verschiedenen Begriffen verbirgt, bleibe für den Bürger schwer einschätzbar.

Für Häuser, deren Energiebedarf in Liter-Angaben genannt wird, gibt es keine verbindliche Definition. "Hausbezeichnungen mit Literangaben beziehen sich in der Regel auf den Heizöl- oder Gasbedarf eines Hauses", sagt Christoph Windscheif vom Bundesverband Deutscher Fertigbau in Bad Honnef (Nordrhein-Westfalen). Analog zu den Bezeichnungen beim Auto verbrauche beispielsweise ein Drei-Liter-Haus drei Liter Heizöl oder Gas pro Quadratmeter. Bei einigen Hausanbietern beziehe sich die Literangabe aber nur auf den Verbrauch der Heizungsanlage, bei anderen werde auch der Bedarf an Energie für die Warmwasserzubereitung mit eingerechnet.

Neben spezifischen Bezeichnungen der Anbieter gibt es Haustypen, deren Energiestandard klar definiert ist. "Bei Häusern nach den gesetzlichen Bestimmungen der Energieeinsparverordnung und Energiesparhäusern nach KfW-40- oder KfW-60-Standard wird die wärmetechnische Qualität eines Hauses mit dem gleichen Rechenverfahren errechnet", erläutert Reiner Pohl von der Initiative Massiv mein Haus in Friedberg (Bayern). Zugrundegelegt werde bei solchen Häusern der jährliche Bedarf an der so genannten Primärenergie.

"Der Primärenergiebedarf eines Hauses kann deutlich höher sein als der Heizwärmebedarf", erklärt Pohl. Bei Häusern nach dem gesetzlichen Standard liege er bei ungefähr elf Litern Heizöl oder Gas pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr, der Bedarf an Heizwärme liege aber nur bei etwa sieben Litern. KfW-60-Häuser und KfW-40-Häuser haben einen Jahres-Primärenergiebedarf von sechs beziehungsweise vier Litern. An Heizenergie brauche das KfW-60 Haus allerdings nur drei bis vier Liter. Ein KfW-40 Haus komme sogar mit 1,5 bis drei Litern aus. Vergleichbar mit dem KFW-40-Haus ist vom Heizenergiebedarf auch das Passivhaus. Nach klar vorliegender Definition kommt es mit etwa 1,5 Litern Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr aus.

Häuser mit möglichst wenig Energieverbrauch sind aber noch längst nicht das Ende der Entwicklung. Gearbeitet wird auch an so genannten Plusenergiehäusern, die mehr Energie erzeugen als sie selbst verbrauchen. Solche Häuser des Solararchitekten Rolf Disch wurden als Zukunftsvision des Bauens in der Solarsiedlung am Schlierberg bei Freiburg bereits realisiert und schon mehrfach ausgezeichnet. "Auch bei Fertigbauherstellern gibt es Häuser mit einem PlusEnergie Konzept", sagt Windschweif. Aus seiner Sicht ist das Plusenergiehaus das Hauskonzept der Zukunft

"Plusenergiehäuser dürfen nicht mit



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