Energiepreisanstieg lässt Gewinn des Versorgers EWE einbrechen
dpa | 04.04.2006
Oldenburg (dpa) - Stark gestiegene Bezugskosten und der zunehmende Wettbewerb haben haben das Ergebnis des norddeutschen Energieversorgers EWE einbrechen lassen. Im vergangenen Jahr sei der Gewinn um 28,9 Prozent auf 128,4 Millionen Euro zurückgegangen, teilte die EWE AG am Dienstag in Oldenburg mit. Das Unternehmen habe die deutlich gestiegenen Bezugskosten für Strom und Gas nicht in vollem Umfang an die Endverbraucher weitergeben können, sagte der EWE- Vorstandsvorsitzende Werner Brinker.
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Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 8,2 Prozent auf 303,4 Millionen Euro zurück. Trotzdem soll die Dividende mit 1,50 Euro pro Aktie so hoch wie im Vorjahr ausfallen. Aktionäre sind Städte und Landkreise der Ems-Weser-Elbe-Region. Der Umsatz stieg von 6,1 Milliarden auf 7,4 Milliarden Euro. Ursache dafür war die erstmalige Einbeziehung des Teilkonzerns der VNG Verbundnetz Gas AG (Leipzig) in die Bilanz.
Die EWE-Kunden könnten in diesem Jahr mit konstanten Strompreisen rechnen, sagte Brinker. Voraussetzung dafür sei aber, dass nicht weitere staatliche Abgaben die Tarife belasteten. Bei den Erdgaspreisen wollte Brinker weitere Erhöhungen nicht ausschließen. Die EWE hatte seit Februar 2005 den Preis für Strom und Erdgas drei Mal erhöht. Zuletzt waren die Preise am 1. Februar 2006 gestiegen.
EWE versorgt mehr als eine Million Kunden mit Strom und rund 765 000 Kunden mit Gas. Zu den Versorgungsgebieten gehören vor allem große Teile Niedersachsens und Teile Ostbrandenburgs. Bei dem Konzern sind mehr als 5400 Menschen beschäftigt.
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