Energiemesse "E-world" möchte europäische Leitmesse werden
Essen (dpa/lnw) - Die Essener Energiemesse "E-world - energy & water" möchte zur europäischen Energie-Leitmesse werden. Dies erklärte Messe-Geschäftsführer Joachim Henneke am Freitag in Essen.
Zur diesjährigen Messe vom 11. bis zum 13. Februar würden mit 300 Ausstellern aus 12 Nationen 40 Unternehmen mehr als im letzten Jahr erwartet. Darunter seien auch führende Energiekonzerne wie RWE, RAG, Ruhrgas und E.ON. Ein Viertel der Aussteller komme aus dem Ausland. Die Veranstalter erwarten mit 9000 Fachbesuchern rund 2000 mehr als im Vorjahr.
Bei einem parallelen Kongress sollen mit rund 280 Experten aktuelle Themen der Energiewirtschaft erörtert werden. An der Eröffnungkonferenz nimmt dabei unter anderem der Vorstandsvorsitzende von Europas grösstem Stromkonzern Electricité de France (EdF), Francois Roussely, teil.
Ein Sonderbereich "e-water" stellt die Wasser- und Abwasserwirtschaft in den Mittelpunkt. Neben technischen Neuerungen soll dort auch die umstrittene Liberalisierung des Wasser- und Abwassermarktes betrachtet werden. Ein thematischer Schwerpunkt "e- renewables" beschäftigt sich mit den erneuerbaren Energien. Unter anderem geht es um Themen Windenergie, Photovoltaik, Bioenergie und Brennstoffzellen.
Der Geschäftsführer der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, Frank-Michael Baumann, betonte, dass erneuerbare Energien zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworben seien. Bundesweit habe die Branche 2001 rund 8,2 Milliarden Euro Umsatz erzielt und 130 000 Arbeitsplätze gesichert. In Nordrhein-Westfalen seien seit 1987 für die Erforschung und Entwicklung neuer Energietechnologien rund 560 Millionen Euro für mehr als 46 000 Förderprojekte aufgewendet wurden. "Die Landesförderungen zogen weitere Investitionen von fast 2,5 Milliarden Euro nach sich." Auf dem Weltmarkt für erneuerbare Energien böten sich gerade für Unternehmen aus NRW hervorragende Chancen.
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