Energiekonzerne dringen auf Wiederaufnahme der Atomgespräche
Düsseldorf/Berlin - Die vier großen Energieunternehmen E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW dringen auf eine rasche Wiederaufnahme der Atom-Gespräche mit der Regierungskoalition. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Mittwoch) unter Berufung auf Regierungs- und Unternehmenskreise. In einem vergangene Woche Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) zugestellten Schreiben mahnen die Konzerne demnach ein weiteres Gespräch über die Reststrommengen der Atomkraftwerke und die Pläne für ein Energiekonzept an. Pofalla ist Chef der sogenannten Monitoring- Gruppe, die noch von der rot-grünen Bundesregierung als Gesprächsforum zwischen Energiewirtschaft und Bundesregierung eingesetzt wurde.
Ein erstes Treffen hatte es Ende Januar gegeben. Dabei hatten sich die Teilnehmer auf ein Folgetreffen verständigt, das aber vom Kanzleramt verschoben worden sein soll.
Die Unionsfraktion hatte am Dienstag klargestellt, dass nach ihrem Willen die laut Atomgesetz vor der Abschaltung stehenden Meiler Neckarwestheim I in Baden-Württemberg und Biblis A in Hessen vorerst am Netz bleiben sollen. In dieser bislang strittigen Frage sollten keine Fakten geschaffen werden, bevor allgemein im Herbst über eine Verlängerung der Atommeiler-Laufzeiten entschieden werde, hatte Parlamentsgeschäftsführer Peter Altmaier (CDU) gesagt.
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