Energiegenossenschaften: Bürger investieren in Ökostrom
Berlin - In Deutschland werden immer häufiger Energiegenossenschaften gegründet. Inzwischen sind rund 80.000 Bürger Mitglied einer Genossenschaft. Sie investierten in den letzten Jahren gut 800 Millionen Euro in erneuerbare Energien.
Die mehr als 500 von Bürgern in den vergangenen Jahren gegründeten Energiegenossenschaften haben einer Untersuchung zufolge rund 800 Millionen Euro in erneuerbare Energien investiert. Insgesamt würden derzeit über 80.000 Menschen in Deutschland Anteile an gemeinschaftlich betriebenen Anlagen zur regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung halten, ergab die am Donnerstag in Berlin vorgestellte Studie. Zumeist handle es sich dabei um Solaranlagen. An den meisten könnten sich die Genossenschaftsteilhaber bereits mit Beträgen von weniger als 500 Euro beteiligen.
Die Untersuchung kommt vom Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband, dem Bundesverband Solarwirtschaft und der Agentur für Erneuerbare Energien. Der Studie zufolge betreiben mehr als 90 Prozent der Energiegenossenschaften Solaranlagen, da deren Bau und Betrieb mit überschaubarem technischen und finanziellen Aufwand nahezu überall in Deutschland möglich sei.
Zwei Drittel der Genossenschaften ermöglichen der Untersuchung zufolge eine Beteiligung mit Beiträgen unterhalb von 500 Euro, bei einigen von ihnen sei sogar ein Mindesteinstieg mit weniger als 100 Euro möglich. Rein rechnerisch würden die Energiegenossenschaften mit ihrer Stromproduktion den Haushaltsbedarf ihrer Mitglieder vollständig abdecken. Für die Zukunft erwarten die Studienautoren eine wachsende Zahl von Genossenschaften: So seien im Bioenergiebedarf viele Biogasanlagen oder Holzheizkraftwerke in Bürgerhand. Auch seien genossenschaftlich betriebene Windparks im Kommen.
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