Energiebranche will langfristige Hilfen für erneuerbare Energien
Berlin - Die deutsche Energiebranche fordert, dass erneuerbare Energien auch für die Zukunft langfristig gefördert werden. In den vergangenen zehn Jahren sei es darum gegangen, der Energieproduktion aus regenerativen Quellen mit Hilfe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes "den entscheidenden Entwicklungsschub zu geben". Dies erklärte die Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Hildegard Müller, am Freitag in Berlin.
"In den nächsten zehn Jahren müssen wir die Regenerativen in ganz Europa marktfähig machen." Dafür müssten die erneuerbaren Energien aus dem "derzeitigen Subventionsmodell in den Wettbewerbsmarkt integriert werden". Die Regierung plant derzeit eine Absenkung der Fördersätze für die Solarbranche.
Langfristig sei eine europaweite Vereinheitlichung der Förderung nötig, forderte Müller anlässlich der Veröffentlichung einer Studie zu dem Thema des Energiewissenschaftlichen Instituts an der Universität Köln (EWI). Die Untersuchung kommt laut BDEW zu dem Ergebnis, dass die europäische Volkswirtschaft mit einer Harmonisierung der einzelnen Unterstützungsmodelle für erneuerbare Energien "finanziell stark entlastet werden kann". Die Experten sehen demnach bei vollständiger Vereinheitlichung der nationalen Fördersysteme für die Jahre 2008 bis 2020 ein Einsparpotenzial innerhalb des Marktes für erneuerbare Energien von rund 120 Milliarden Euro.
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