Energiebranche warnt vor zu starker Senkung der Netzentgelte
dpa | 18.09.2006
Berlin (dpa) - Die Deutsche Energiewirtschaft hat Bundesregierung und Bundesnetzagentur vor einer zu starken Senkung der Strom- und Gas-Netzentgelte gewarnt. "Hier geht es auch um Jobs", sagte der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW), Michael G. Feist, am Montag bei der Energiewirtschaftlichen Herbsttagung seines Verbandes in Berlin.
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Die für die Aufsicht zuständige Netzagentur müsse bei der Festsetzung der Strom- und Gasleitungsgebühren darauf achten, dass nicht die Erlöse in den Unternehmen wegbrechen. Inzwischen hätten viele Energieversorger Auftrags- und Investitions-Stopps angekündigt. "Das wird in der Konsequenz die Frage nach Arbeitsplätzen in der mittelständischen Wirtschaft aufwerfen", sagte Feist.
Die Bundesregierung bekräftigte unterdessen die Absicht, den Wettbewerb für die Strom- und Gaswirtschaft weiter zu verstärken. Wirtschaftsstaatssekretär Joachim Wuermeling lehnte zugleich Forderungen der Stromkonzerne ab, die Mehrwertsteuer auf Energie zu senken. Innenpolitisch vorrangig bleibe vorerst die Sanierung der Staatsfinanzen und der Sozialsysteme. "So lange müssen wir an der hohen Steuerbelastung für Energie festhalten", sagte Wuermeling.
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