Energieberatung für jeden Haushalt - Sparpotenziale nutzen
Energieberatungen werden auch von den Verbraucherzentralen angeboten. "In der Energieberatung erhalten Verbraucher unabhängigen Rat zu den Themen wie baulicher Wärmeschutz, Haustechnik, Solaranlagen", sagt Helga Norden, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Niedersachsen in Hannover. Informiert werde aber auch über das richtiges Heizen und Lüften sowie Stromsparen durch effiziente Haushaltsgeräte und Beleuchtung. Um auf die persönliche Haushaltssituation eingehen zu können sei es hilfreich, Unterlagen zum Energieverbrauch zum Beratungsgespräch mitzubringen. Dies seien zum Beispiel die Heizkosten- oder Stromrechnung, ein Schornsteinfegerprotokoll, Fotos oder Bauzeichnungen.
"Ein persönliches Beratungsgespräch dauert in der Regel 30 bis 45 Minuten", sagt Peter Kafke, Energieexperte beim Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin. Für die Beratung zahlt der Verbraucher lediglich fünf Euro als Kostenbeteiligung. In 90 Prozent der Fälle reiche diese Beratung aus. Besteht darüber hinaus noch Gesprächsbedarf, könne für weitere 45 Euro ein Ortstermin vereinbart werden. Die Verbraucherzentale informiere dabei neutral über alle technischen und baulichen Möglichkeiten, Kostenvorteile oder auch -nachteile und Förderungen des Energiesparens.
Bei den Verbraucherzentralen stehen bundesweit etwa 250 auf Energieberatung spezialisierte Architekten, Ingenieure und Physiker zur Verfügung. "Ein persönliches Beratungsgespräch ist in den bundesweit 400 Beratungsstellen nach einer Terminabsprache möglich", sagt Kafke. Infos zu Adressen, Öffnungszeiten und den Telefonnummern für die Terminvereinbarung sind unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de zu finden. Unter der Telefonnummer 0900/13 63 74 43 könne deutschlandweit ein Termin in einer Beratungsstelle in der Nähe vereinbart werden.
"Einen umfangreichen Energie-Check für Haus- und Wohnungseigentümer bietet auch die Energiesparberatung vor Ort an, die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert wird", sagt Uwe Milles vom Bine Informationsdienst in Bonn. Bei dieser Vor-Ort-Energieberatung komme nach Vereinbarung ein Ingenieur mit Messinstrumenten ins Haus. Er prüft anhand einer vom Bundesamt vorgegeben Checkliste.
"Die detaillierte und arbeitsaufwendige Beratung vor Ort kann je nach Umfang einen Tag oder länger dauern", sagt Wulf Bittner vom BAFA. Der Hausbesitzer bekomme durch die Prüfung einen genauen Überblick über den Ist-Zustand des Gebäudes oder der Wohnung. Darüber hinaus erhalte der Hausbesitzer einen schriftlichen Beratungsbericht. In diesem würden verschiedene Modernisierungstipps, die Kosten für die vorgeschlagenen Maßnahmen und die Einsparungen an Schadstoffen und Emissionen ausgerechnet. Zu den Pflichten des Beraters gehöre es auch, den Beratungsbericht mit dem Auftraggeber zu besprechen.
"Den Antrag auf einen Zuschuss zur Vor-Ort-Beratung und die Abwicklung übernimmt der Berater", erläutert Bittner. Dieser reiche vor Beginn der Beratung den Antrag beim BAFA ein, das im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel über den Antrag entscheidet. Ein Berater
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