Energieausweise aus dem Netz fallen im Test erneut durch
Düsseldorf - Viele Energieausweise von Online-Anbietern sind in einem Test der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen durchgefallen. Ein Drittel der Aussteller biete ungültige Dokumente an, teilen die Verbraucherschützer aus Düsseldorf mit: Gesetzlich vorgeschriebene Merkmale, die zur Ausstellung eines formal korrekten Energieausweises notwendig wären, wurden demnach nicht oder mangelhaft erfasst.
Neben Stadtwerken, Architekten und Ingenieuren bieten auch Handwerker und Abrechnungsfirmen Energieausweise per Internet an. Dabei würden die Daten zur Erstellung von Verbrauchsausweisen per Eingabemaske online übermittelt. Im Frühjahr brachte ein erster Test von 97 Online-Anbietern ein mangelhaftes Ergebnis: Nur ein Anbieter fragte alle 14 Pflichtdaten ab.
Der zweite Test im Oktober ergab nun, dass 88 der 97 Portale aus der ersten Stichprobe weiter Energieausweise anbieten. Dabei fragte weniger als jeder fünfte Anbieter alle Pflichtdaten ab. In vielen Fällen dagegen fehlten Abfragen zu Punkten wie längere Leerstandszeiten, beheizte Kellerflächen oder die genauen Verbrauchszeiträume, zählen die Verbraucherschützer auf. Ob das Gebäude nachträglich gedämmt oder die Heizungsanlage erneuert wurde, erfragte ein Drittel der Portale nicht.
Die Verbraucherzentrale rät, nur solche Energieverbrauchsausweise online zu bestellen, die neben der genauen Erfassung des Verbrauchs auch den baulichen Zustand des Gebäudes sowie die Art der Heizungstechnik abfragen. Außerdem sollte ein Foto des Gebäudes im Energieausweis Platz finden.
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