Energieausweis kommt: Wichtige Heizungskosten-Info für Mieter
dpa
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Kempten (dpa) - Umweltexperten erwarten die Einführung eines bundesweiten Energieausweises für Wohnungen und Wohnhäuser bis Mitte des Jahres. "Dann werden sich Mieter und Käufer exakt über die Heizungskosten informieren können", sagte Martin Sambale, der Geschäftsführer des Energie- und Umweltzentrums Allgäu, in einem dpa- Gespräch. Über diesen Ausweis können Mieter oder Immobilienkäufer die Qualität der Bausubstanz, die Effizienz des Heizungssystems und den Energieverbrauch erfahren und über Vergleichswerte einschätzen. "Dann kann der Mieter sagen, Miete runter wegen hoher Heizkosten oder auf ein Mietverhältnis verzichten", sagte Sambale.
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"Wir erwarten das Gesetz bis Mitte des Jahres, ein entsprechender Referentenentwurf nach einer EU-Richtlinie liegt bereits vor", sagte Sambale. Nach Verabschiedung des Gesetzes müsse bei jeder Vermietung oder dem Wohnungskauf ein Energieausweis vorgelegt werden. "Wir erwarten dadurch eine Motivierung auf dem Markt, Energieträger und Energiesysteme stärker zu berücksichtigen." Durch den Energieausweis werde der Marktwert eines Objekts entscheidend mitbestimmt.
Für Wohnungs- und Gebäudebesitzer wird die vereinfachte Erstellung eines Energieausweises um die 400 Euro kosten. Berechtigt zur Ausstellung sind laut Sambale Architekten, speziell geschulte Ingenieure, Handwerksmeister und Energieberater. "Wir sind nicht ganz glücklich, dass die Berechtigung zur Ausstellung eines Energieausweises so breit gefasst ist", sagte Sambale. Wenn auch ein Ofensetzer diesen Ausweis ausstellen könne, sei die Gefahr gegeben, dass es zu einer Verwicklung mit Werbe- und Geschäftsinteressen komme und damit zu einem "Freundschaftsenergieausweis". Er wies aber darauf hin, dass Aussteller eines Energieausweises für die Angaben hafteten.
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