Endesa will gerichtliche Blockaden der E.ON-Offerte zurückziehen

dpa
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Madrid (dpa) - Im Ringen um Spaniens führenden Stromversorger Endesa kann der E.ON-Konzern einen Doppelerfolg verbuchen. Kurz nach der Genehmigung des 37 Milliarden Euro schweren Gebots durch die Madrider Börsenaufsicht (CNMV) kündigte Endesa am Donnerstag seine Absicht an, die juristischen Blockaden im Übernahmeprozess aufheben zu lassen. Bereits an diesem Freitag sollen die entsprechenden Anträge beim Obersten Gerichtshof und einem Madrider Handelsgericht gestellt werden. Die Aufhebung der gerichtlichen Hindernisse ist die Voraussetzung dafür, dass das Bieterverfahren eröffnet werden kann. Dieses liegt trotz der Genehmigung der CNMV derzeit noch auf Eis.

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"Die Endesa-Aktionäre sollen so bald wie möglich entscheiden können, ob sie verkaufen", hieß es bei dem Stromkonzern. Innerhalb der nächsten zehn Tage muss sich der Vorstand zu der Übernahmeofferte äußern und eine Empfehlung an die Anteilseigner geben. Nach der Entscheidung der Börsenaufsicht kletterten die Endesa-Aktien auf den bisherigen Höchststand von 36,25 Euro. E.ON bietet 35 Euro je Titel.

Endesa hatte die als feindlich betrachtete Offerte des spanischen E.ON-Rivalen Gas Natural per einstweiliger Verfügung blockieren lassen. Dadurch war automatisch auch das E.ON-Gebot ausgesetzt worden. Bis zu einer Entscheidung der Gerichte könnte allerdings längere Zeit vergehen. Im Falle des Obersten Gerichtshofes gehen Rechtsexperten von mehreren Monaten aus.

Um den Übernahmeprozess wieder in Gang zu bringen wäre es auch denkbar, dass Gas Natural sein weitaus niedrigeres Angebot zurückzieht. Damit wird aber nicht gerechnet, zumal der Versorger derzeit vor einem Handelsgericht in Barcelona versucht, E.ON auszubremsen. Gas Natural wirft dem Düsseldorfer Konzern und Endesa illegale Absprachen im Übernahmeprozess vor. Die strengen Auflagen für eine Übernahme durch E.ON hatte das Industrieministerium vor knapp zwei Wochen auf Druck der EU fallen gelassen.



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