EnBW will sich Gaslieferungen aus Aserbaidschan sichern

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Baku - Die baden-württembergische Energiewirtschaft verfolgt offenbar Pläne, sich langfristig Gaslieferungen aus Aserbaidschan zu sichern und die Kaukasusrepublik im Gegenzug bei der Modernisierung ihrer Verteilungsnetze zu unterstützen. Bei der Delegationsreise von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) in Aserbaidschan wurde unter anderem darüber mit Vertretern der aserbaidschanischen Energiegesellschaft SOCAR gesprochen. Oettinger sagte am Donnerstag in Baku, SOCAR habe ein "klares Interesse" an einer Mitwirkung baden-württembergischer Energieunternehmen, darunter die EnBW AG, an der Erneuerung der aserbaidschanischen Netze signalisiert.


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Offenbar ist eine strategische Partnerschaft zwischen dem Energiekonzern EnBW und SOCAR angedacht. Um die Zusammenarbeit zu realisieren, gibt es Oettinger zufolge Überlegungen, dass sich SOCAR in Stuttgart ein zweites deutsches Standbein aufbaut. Bisher ist die staatliche Erdöl- und Gasgesellschaft Aserbaidschans nur in Frankfurt am Main mit einem Bevollmächtigten vertreten. Ob eine Deutschlandrepräsentanz von SOCAR in Stuttgart entsteht, ließ Oettinger offen. Dies werde zwar angestrebt. Für ihn sei die Frage, wo der Schreibtisch stehe, aber "sekundär", sofern der Ansprechpartner von SOCAR bei Bedarf in Stuttgart sei.

SOCAR hält Anteile an der Südkaukasus-Pipeline, über die Erdgas von Aserbaidschan über Georgien in die Türkei fließt. Eine strategische Partnerschaft wäre längerfristig aber auch vor dem Hintergrund des geplanten Pipeline-Projekts "Nabucco" interessant, über das Gas an Russland vorbei von der Türkei in die EU fließen soll, auch Erdgas aus Aserbaidschan. Die Republik im Südkaukasus verfügt über große Erdgasreserven. Das Volumen wird auf 1300 bis 3300 Milliarden Kubikmeter geschätzt.

An den Gesprächen in Baku zu der möglichen Kooperation waren neben Oettinger auch die EnBW-Aufsichtsratsmitglieder Heinz Seiffert und Dirk Gaerte beteiligt. Die Landräte des Alb-Donau-Kreises und des Landkreises Sigmaringen sind stellvertretende Vorsitzende des Zweckverbandes der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW). Die OEW hält einen Anteil von 45,01 Prozent am Energiekonzern EnBW.



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