EnBW will Prager Stromversorger PRE übernehmen
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Hamburg - Die EnBW liebäugelt einem Pressebericht zufolge mit der Übernahme des drittgrößten tschechischen Stromversorgers, der PRE Group. Die Übernahme des Unternehmens, das die Hauptstadt Prag mit Strom versorgt, soll nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Dienstagsausgabe) in den ersten Wochen des kommenden Jahres vollzogen werden und durch einen Anteilstausch erfolgen.
Dem Plan zufolge erwerbe EnBW 41,1 Prozent der PRE-Aktien von dem Finanzinvestor J&T, berichtete die Zeitung. Im Gegenzug erhalte J&T ein Anteilspaket von 24,3 Prozent am Prager Fernwärme-Versorger PT, aus dem EnBW damit ausscheide. Geld fließe bis auf einen möglichen kleinen Barausgleich nicht. Der viertgrößte deutsche Stromkonzern erwerbe damit erstmals eine Mehrheit an einem Versorger im Ausland, hieß es weiter.
EnBW äußerte sich nicht direkt zu den Übernahmeplänen. "Es ist bekanntermaßen unser Ziel, Mehrheitspositionen im Ausland aufzubauen", sagte ein Sprecher. "PRE bildet eine interessante Position für uns", ergänzte er. Im Heimatmarkt steht EnBW-Chef Hans-Peter Villis wegen der misslungenen Mehrheitsübernahme bei dem ostdeutschen Gasimporteur VNG unter Druck.
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