EnBW plant Stellenabbau, falls die Brennelementesteuer kommt
Stuttgart - Der Energiekonzern EnBW macht sich aufgrund der geplanten Brennelementesteuer Sorgen um seine Zukunftsfähigkeit. Die "Stuttgarter Zeitung" zitiert in ihrer Donnerstagausgabe aus einem Argumentationspapier des Unternehmens, demzufolge der Konzern für den Fall, dass die Abgabe kommt, mit Konsequenzen für Investitionen und Arbeitsplätze droht.
"Der Verkauf von Unternehmensteilen, die Beendigung bereits in Angriff genommener Projekte und Investitionsvorhaben sowie mittelfristig ein erheblicher Personalabbau wären die zwangsläufige Folge", heißt es. Ein EnBW-Sprecher bestätigte der Zeitung die Existenz des Papiers.
Die Brennelementesteuer könnte EnBW dem Papier zufolge jährlich 700 Millionen Euro kosten. Bei einem Ergebnis von einer Milliarde Euro bedeute dies einen "enormen Mittelabfluss". Zudem verschlechtere die Brennelementesteuer das Rating des Energiekonzerns, so dass die Finanzierung auf dem Kapitalmarkt erheblich teurer würde. Insbesondere sei der Ausbau der erneuerbaren Energien gefährdet, hieß es weiter. Aber auch Investitionen in die Sicherheit der Kernkraftwerke könnte zur Disposition stehen.
Weitere Nachrichten vom 29.07.2010
- Motorola hat die Wende geschafft: Smartphones spülen Geld ein
- Ausbau der Windenergie verlangsamt sich 2010
- Vodafone: Verkaufsstopp von Google-Handy Nexus One
- Aktuelle Sicherheitslücke bei Dateiverknüpfung in Windows
- Vattenfall verdoppelt Gewinn im zweiten Quartal: fast 550 Millionen
- Grundlegende Neuerung soll Datenklau im Internet erschweren
- Bundesjustizministerin: schärfere Regeln gegen Telefonwerbung
- Energiemarkt Aktuell Juli 2010 erschienen
- Dachgeschosswohnung: Dämmung schützt vor Überhitzung
- Energieversorger citiworks wird 100-prozentige Tochter der HSE
- Telefonica O2 gewinnt Kunden und steigert Umsatz
- Netzneutralität ade - Kommt die Internet-Maut?
- Atomindustrie fordert längere Laufzeiten: "15 Jahre plus X"
- Amazon bietet Billig-Version des Lesegeräts Kindle an
- Aufklärung über missglückte Ölbohrung vor 20 Jahren gefordert
- Sicherheitslücke bei Facebook: 100 Millionen Profile gesammelt
- Ölpreise beenden Talfahrt und steigen wieder leicht

