EnBW-Chef Villis fordert Einigkeit der Branche in der Energiedebatte

dpa, Verivox | 21.01.2008
Bild: Stromleitungen


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Düsseldorf (dpa) - Der Chef der Energie Baden-Württemberg (EnBW), Hans-Peter Villis, dringt auf mehr Einigkeit der Branche in der energiepolitischen Debatte. In einem Interview des "Handelsblatts" (Montag) kritisierte der Vorstandsvorsitzende des drittgrößten deutschen Versorgers Alleingänge seiner Konkurrenten, des RWE-Chefs Jürgen Großmann und des E.ON-Chefs Wulf Bernotat. "Im Moment treten wir überhaupt nicht geschlossen auf. ... Es ist aus meiner Sicht kontraproduktiv, wenn jedes Unternehmen mit eigenen Vorstellungen vorprescht", sagte Villis. Er forderte die Branche auf, mehr den Verband sprechen zu lassen.

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Die Energiekonzerne werden seit Monaten wegen hoher Energiepreise von Politikern und Verbraucherschützern kritisiert. Großmann war im Herbst vorgeprescht und hatte einen Energiepakt vorgeschlagen. Dazu müssten sich Kunden, Politiker und Energiewirtschaft an einen Tisch setzen. Bernotat regte einen Energiedialog an.

Villis sagte dem Blatt weiter: "Bislang wurde relativ schnell geschossen: Da hat Herr Großmann als neuer RWE-Chef einen Vorschlag gemacht, und natürlich bezieht auch E.ON-Chef Wulf Bernotat als dienstältester Chef unter den vier großen Energiekonzernen eine eindeutige Position. Was fehlt, ist die Koordination."



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