EnBW bekommt Wirtschaftskrise zu spüren

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Karlsruhe - Die Wirtschaftskrise macht sich nun auch bei der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) bemerkbar. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte, ging der Energieabsatz im ersten Halbjahr des laufenden Jahres zurück. Vor allem beim Stromabsatz an Industriekunden sei dies mit einem Minus von 22,3 Prozent deutlich zu spüren gewesen. Der Konzernumsatz blieb den Halbjahreszahlen zufolge mit einem Plus von 1,3 Prozent nahezu konstant und betrug knapp 8,2 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss sank dagegen leicht: Ihn bezifferte das Unternehmen auf 611,3 Millionen Euro, was einem Minus von 3,5 Prozent entspricht.


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EnBW-Vorstandschef Hans-Peter Villis bewertete die Geschäftsentwicklung insgesamt als stabil. Das um außerordentliche Effekte bereinigte operative Ergebnis habe sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,9 Prozent auf knapp 1,07 Milliarden Euro verbessert. Die operative Geschäftsentwicklung sei dabei im zweiten Quartal stärker von der Wirtschaftskrise betroffen gewesen als im ersten Quartal. Ein Unternehmenssprecher bezifferte auf ddp-Anfrage den Umsatz im zweiten Quartal auf 3,38 Milliarden Euro. Das sind rund 300 Millionen Euro weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Beim Stromabsatz über alle Kundengruppen hinweg registrierte der Konzern mit 57,9 Milliarden Kilowattstunden ein Minus von 9,4 Prozent. Auch der Gasabsatz sei über alle Kundengruppen hinweg gesunken - um 2,1 Prozent auf 37 Milliarden Kilowattstunden. Auf die Beschäftigtenzahlen wirkte sich der gesunkene Energieabsatz aber nicht negativ aus. Mit 20 809 Mitarbeitern zum 30. Juni beschäftigte der Konzern sogar 511 Menschen mehr als ein Jahr zuvor.

An den Plänen, bis zum Jahr 2011 insgesamt 7,7 Milliarden Euro zu investieren, hält Villis trotz der Wirtschaftskrise fest. Im ersten Halbjahr 2009 seien fast 1,44 Milliarden Euro investiert worden. Damit hätten sich die Investitionen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 mehr als verdreifacht.



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