Empörung wegen eigenmächtiger E-Mail-Änderung bei Facebook
San Francisco - Mit großer Empörung haben Facebook-Nutzer auf die eigenmächtige Änderung ihrer E-Mail-Adressen in dem sozialen Netzwerk reagiert. Facebook ersetzte die bisherigen E-Mail-Adressen auf den Nutzer-Profilen mit einer Adresse des hauseigenen E-Mail-Dienstes. Facebook erklärte, die Pläne zur Vereinheitlichung der Adressen seien bereits im April angekündigt worden. Nutzer hätten auch die Möglichkeit, ihre Kontaktdaten wieder in die alte Fassung zurückändern.
Dem Nachrichtensender CNN zufolge begann Facebook mit der Umstellung auf die E-Mail-Adressen mit der Endung @facebook.com vor einige Wochen. Die neue E-Mail erscheint standardmäßig auf den Profilen und wird den Freunden als bevorzugte Kontaktadresse angezeigt.
Viele Nutzer wurden aber erst darauf aufmerksam, als am Wochenende Blogger das soziale Netzwerk für die ungefragten Änderungen mit Kritik überhäuften. Der Blogger Gervase Markham etwa warf Facebook vor, sich "still und heimlich" in die private Kommunikation der Nutzer einzuschalten.
Der IT-Sicherheitsexperte Graham Cluley schrieb, das soziale Netzwerk versuche mit der Umstellung, die Facebook-Mitglieder verstärkt zur Nutzung des hauseigenen E-Mail-Dienstes zu bewegen. Damit solle es für Nutzer noch schwieriger werden, sich von dem sozialen Netzwerk zu lösen.
Facebook hat nach eigenen Angaben mehr als 900 Millionen Nutzer. Das weltweit größte soziale Netzwerk stand in der Vergangenheit immer wieder wegen seines Umgangs mit Nutzerdaten in der Kritik.
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