Einigung auf Klima-Beschlüsse bei EU-Gipfel
Brüssel - Auf die Grundzüge einer gemeinsamen Haltung in den Weltklimaverhandlungen einigten sich die EU-Staats- und Regierungschefs. Das sagten Diplomaten am Rande des EU-Gipfels in Brüssel am Donnerstag. Um den Klimaschutz in den Schwellen- und Entwicklungsländern zu finanzieren, sollen die reichen Staaten entsprechend ihrer Wirtschaftskraft und ihres Schadstoffausstoßes für Milliarden-Zahlungen aufkommen.
Kommissionsexperten erwarten, dass bis 2020 weltweit dafür gut 100 Milliarden Euro jährlich fällig werden. Offen ließen die EU-"Chefs" wie erwartet den EU-internen Verteilungsschlüssel. Darüber soll im Oktober entschieden werden.
Ein großer Teil der Staaten fordert, dass der gleiche Schlüssel auch EU-intern angewandt wird. Polen dagegen verlangt eine Verteilung nur nach Wirtschaftskraft. Das Land betreibt seine Kraftwerke größtenteils mit schmutziger Kohle.
Die Staatengemeinschaft will sich im Dezember in Kopenhagen auf ein neues Abkommen zur Senkung der schädlichen Treibhausgase einigen. In den laufenden Verhandlungen tritt die Europäische Union als Einheit auf und muss sich deshalb bis spätestens Dezember auf eine gemeinsame Position einigen.
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