Eichel erwägt Milliarden-Handel mit Post und Telekom
dpa | 26.10.2004
Hamburg (dpa) - Die Bundesregierung erwägt nach Informationen der "Financial Times Deutschland" ("FTD") einen Milliarden-Handel mit den ehemaligen Staatsunternehmen Deutsche Post und Deutsche Telekom. Damit wolle Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) das Staatsdefizit im kommenden Jahr unter die zulässige Höchstgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts drücken, schreibt das Blatt in seiner Dienstagausgabe. Die Regierung lasse prüfen, ob der Bund langfristige Pensionsverpflichtungen der beiden Unternehmen übernehmen kann. Im Gegenzug sollten Post und Telekom dem Bund kurzfristig mehrere Milliarden Euro überweisen.
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"Dies ist etwas, was wir tun könnten, auch weil es gleichzeitig die Attraktivität der Unternehmen bei Anlegern steigern könnte", sagte ein Regierungsmitarbeiter der "FTD". Eichel würde damit dem Beispiel Frankreichs folgen. Dort hatte Finanzminister Nicolas Sarkozy unlängst eine ähnliche Milliarden-Transaktion zwischen dem französischen Staat und der Electricité de France (EdF) angekündigt. Auf Deutscher Telekom und Deutscher Post, die ein Drittel der gesamten Pensionsverpflichtungen tragen, liegen nach jüngsten Schätzungen des Finanzministeriums noch Pensionslasten bis zum Jahr 2090 in Höhe von etwa 18 Milliarden Euro, berichtet die Zeitung.
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