EDF verzichtet wegen Finanzkrise auf Angebot für Constellation
Paris - Der französische Stromanbieter EDF hat wegen der Finanzkrise den Übernahmekampf mit dem US-Milliardär Warren Buffet um den US-Atomkraftkonzern Constellation Energy aufgegeben. Mit der Kreditverknappung seien «die Bedingungen für ein neues Angebot nicht gegeben», erklärte EDF am Mittwoch in Paris. Die USA blieben aber eines der strategischen Zielländer und EDF wolle dort weiterhin vier Atomreaktoren des Typs Europäischer Druckwasserreaktor (EPR) bauen.
EDF ist der weltgrößte Betreiber von Atomkraftwerken. Bei der weltweiten Expansion setzt der Konzern vor allem auf Großbritannien, die USA, China und Südafrika. An Constellation hatte EDF bereits 9,5 Prozent erworben. Der US-Partner wurde aber durch sein starkes Engagement bei der Investmentbank Lehman Brothers destabilisiert und Buffet nutzte die Chance zur Mehrheitsübernahme.
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